Vom Bestand zum digitalen Zwilling – Präzise Bestandserfassung von Gebäuden und technischer Ausrüstung mittels 3D-Laserscanning und Überführung in strukturierte BIM-Modelle als verlässliche Grundlage für Planung, Umbau und Betrieb.
Beim terrestrischen 3D-Laserscanning wird die vorhandene Gebäudestruktur von festen Standpunkten aus berührungslos erfasst. Aus den einzelnen Aufnahmen entsteht eine digitale Punktwolke, die für die weitere Modellierung bereitgestellt wird. Sie bildet die sichtbare und zugängliche Bestandssituation zum Zeitpunkt der Aufnahme ab – nicht mehr und nicht weniger.
Eine Punktwolke ist noch kein Modell: Sie beschreibt Oberflächen, aber keine Bauteile und keine Anlageninformationen. Den Schritt vom Abbild zum auswertbaren Bestandsmodell übernimmt die Bestandsmodellierung. Für die Technische Ausrüstung (TGA, Kostengruppe 400 nach DIN 276) ist die Aufnahme besonders wertvoll, weil Leitungsführungen, Trassen und Anlagen im Bestand selten vollständig dokumentiert sind.
Eine Punktwolke zeigt Oberflächen, aber sie kennt keine Bauteile. Bei der Bestandsmodellierung werden aus den erfassten Geometrien Objekte: Leitungen, Kanäle, Trassen, Anlagen und Komponenten der Technischen Ausrüstung. Jedes Objekt trägt die Informationen, die im Projekt vereinbart wurden – von der Systemzugehörigkeit bis zu Material- und Anlagendaten.
Grundlage sind zwei Quellen: vorhandene Unterlagen und digitale Bestandsaufnahmen, etwa die Punktwolke aus dem 3D-Laserscanning. Das Ergebnis ist ein Bestandsmodell, das sich fortschreiben lässt und für Planung, Dokumentation und Betrieb dieselbe Datenbasis liefert.
Die Punktwolke ist bereits für sich nutzbar: für Aufmaße, Abstimmungen und als gemeinsame Referenz im Projekt. Sie kann auch ohne anschließende Modellierung übergeben werden (zu bestätigen).
Soll daraus ein auswertbares Modell werden, folgen die Überführung der Scan-Daten in ein BIM-Bestandsmodell, die Ergänzung vereinbarter Objektparameter und Bestandsinformationen sowie die Qualitätsprüfung und strukturierte Übergabe. Wie weit die Leistung reicht, legen wir gemeinsam entlang Ihres Verwendungszwecks fest.
Verwendungszweck, vorhandene Unterlagen und Projektanforderungen werden erfasst.
Bereiche, Zugänglichkeit, Aufnahmebedingungen sowie Modellierungs- und Informationsgrad werden gemeinsam vereinbart.
Terrestrisches 3D-Laserscanning der vereinbarten Bereiche.
Die Einzelaufnahmen werden zu einer zusammenhängenden Punktwolke zusammengeführt und aufbereitet.
Auf Basis von Punktwolke und Unterlagen entsteht das Bestandsmodell, vereinbarte Material-, System- und Anlageninformationen werden zugeordnet.
Abdeckung, Vollständigkeit und Konsistenz werden geprüft, Punktwolke, Modell und Dokumentation strukturiert übergeben.
Aufnahme und Bestandsmodell sind nur so belastbar wie ihre Randbedingungen und Quellen. Diese Punkte werden vor Leistungsbeginn eindeutig vereinbart:
Software, Versionen, Austauschformate und die gemeinsame Datenumgebung (Common Data Environment, CDE) werden im Angebot eindeutig vereinbart.
Eine gemessene Grundlage und ein strukturiertes Bestandsmodell zahlen sich über die gesamte Nutzungsdauer aus:
Planung, Kalkulation, Umbau und Sanierung starten mit einem geprüften Abbild des tatsächlichen Bestands statt mit alten Unterlagen.
Alle Gewerke arbeiten auf derselben Punktwolke, Planung, Dokumentation und Betrieb greifen auf dasselbe Modell zu.
Die Erfassung erfolgt berührungslos von festen Standpunkten aus.
Systeme, Komponenten und Kennwerte liegen strukturiert und nicht verstreut in Ordnern vor.
Die Aufnahme hält den Zustand zum Aufnahmetag fest, spätere Änderungen werden im Modell nachgeführt, statt es neu aufzubauen.
Die Informationsdichte der Kostengruppe 400 wird von Beginn an mitgedacht.
Sie planen im Bestand und brauchen eine verlässliche Grundlage – als Punktwolke oder als digitales Abbild Ihrer Technischen Ausrüstung? Schreiben Sie uns, um welches Gebäude und welche Bereiche es geht, welche Unterlagen vorliegen und wofür die Daten genutzt werden sollen – wir schlagen einen passenden Aufnahmeumfang sowie Modellierungs- und Informationsgrad vor.
Anfrage sendenWie es mit dem Bestandsmodell weitergeht
Plant auf Grundlage des erfassten Bestands die neue Technische Ausrüstung und führt das Bestandsmodell in der Umbauplanung fort.
Mehr erfahrenKoordiniert Planung und Bestand, prüft die Modelle gegeneinander und liefert Parameterstrukturen und Klassifikationen.
Mehr erfahrenKlärt vorab, welche Informationen das Bestandsmodell für Ihre Anwendungsfälle tragen muss.
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