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Revit 2027 – Die wichtigsten Neuerungen im Überblick
Das neue Revit 2027: Zwischen BIM und KI
Mit Revit 2027 hat Autodesk Anfang April die neueste Version seiner BIM-Software veröffentlicht. Neben einigen Verbesserungen bei Performance, Koordination und Nachhaltigkeitsanalysen steht vor allem ein Thema im Mittelpunkt: der neue Autodesk Assistant.
Doch wie groß ist der tatsächliche Mehrwert der neuen Funktionen im Projektalltag?
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Die wohl auffälligste Neuerung ist der neue Autodesk Assistant. Dabei handelt es sich um einen KI-gestützten Assistenten, der direkt innerhalb von Revit verfügbar ist.
Der Assistant kann aktuell unter anderem:
- Fragen zu Revit-Funktionen beantworten
- Modellinformationen auswerten
- Räume analysieren
- Ansichten und Listen erstellen
- Parameter bearbeiten
- einfache Aufgaben automatisieren
Die Bedienung erfolgt über natürliche Sprache direkt in einem Chatfenster innerhalb von Revit. Autodesk verfolgt damit das Ziel, wiederkehrende Aufgaben schneller und einfacher ausführbar zu machen.
Verbesserte Koordination

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die direkte Integration des Issue Managements in Revit. Issues können nun ohne zusätzliche Erweiterungen erstellt, bearbeitet und synchronisiert werden.
Gerade in BIM-Projekten mit Autodesk Construction Cloud vereinfacht dies die Kommunikation zwischen Planung, Koordination und Ausführung. Zur Wichtigkeit eines guten Issue Managements haben wir bereits in unserer BIM-QM Serie berichtet.
Mehr Performance
Auch technisch wurde Revit 2027 weiter optimiert.
Besonders hervorzuheben sind:
- Accelerated Graphics verlässt den Tech-Preview-Status
- flüssigere Navigation in großen Modellen
- Performance-Verbesserungen bei verknüpften Modellen
- schnellere Dynamo-Ausführung
- Umstellung auf .NET 10
Gerade bei größeren BIM-Projekten könnten diese Verbesserungen im Alltag stärker spürbar sein als viele der sichtbaren Neuerungen.
Forma-Integration

Autodesk treibt außerdem die Verbindung zwischen Revit und Forma weiter voran.
Über den neuen Forma Connected Client können Standortdaten, Analysen und weitere Projektinformationen künftig deutlich enger mit dem BIM-Modell verknüpft werden. Der Funktionsumfang befindet sich allerdings ebenfalls noch im Tech-Preview-Stadium.
Der neue Autodesk Assistant – Revolution oder Marketing?
Der Autodesk Assistant ist ohne Zweifel das große Aushängeschild von Revit 2027.
Die Idee dahinter ist durchaus interessant:
Anstatt Menüs zu durchsuchen oder komplexe Arbeitsabläufe manuell auszuführen, sollen Anwender Aufgaben einfach per Spracheingabe beschreiben können.
In der Praxis zeigt sich aktuell jedoch, dass der Assistant noch recht begrenzte Möglichkeiten besitzt.
Viele der gezeigten Anwendungsfälle beschränken sich auf:
- Modellabfragen
- Datenauswertungen
- Erstellung von Listen
- einfache Verwaltungsaufgaben
Komplexere Modellierungsaufgaben oder echte Automatisierungsworkflows beherrscht das System derzeit nur kaum.
Hinzu kommt, dass Autodesk den Assistant selbst ausdrücklich als Tech Preview kennzeichnet. Das bedeutet, dass sich die Funktion noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet und laufend weiterentwickelt werden soll.
Auch die ersten Rückmeldungen aus der Revit-Community fallen gemischt aus. Während das Potenzial grundsätzlich positiv bewertet wird, berichten viele Anwender von Einschränkungen bei Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und tatsächlichem Nutzen im produktiven Einsatz.
Teilweise wird sogar darauf hingewiesen, dass externe KI-Lösungen in Verbindung mit bestehenden Revit-MCP-Ansätzen aktuell bereits leistungsfähigere Workflows ermöglichen.
Unser Fazit

Revit 2027 bringt einige sinnvolle Verbesserungen mit sich. Besonders die Performance-Optimierungen, die stärkere Integration von Issues sowie die Weiterentwicklung der Forma-Anbindung können für viele Büros einen echten Mehrwert bieten.
Der neue Autodesk Assistant ist dagegen aktuell eher als Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von BIM-Software zu verstehen als als fertiges Produkt.
Die Richtung stimmt: KI wird künftig zweifellos eine größere Rolle in Revit spielen.
Zum jetzigen Zeitpunkt sollte man den Assistant jedoch eher als interessantes Experiment betrachten als als Werkzeug, das den BIM-Alltag grundlegend verändert.
Wie bei jeder neuen Revit Version sind auch noch Hotfixes und Patches abzuwarten, damit man alle neuen Funktionen richtig und problemlos nutzen kann.
Die wirklich spürbaren Verbesserungen von Revit 2027 liegen aktuell wahrscheinlich weniger in der KI als vielmehr in den zahlreichen kleinen Optimierungen, die die tägliche Arbeit mit großen BIM-Modellen effizienter machen.
