StartBeiträge
Beitrag

Teilen:

Kollisionsprüfung bei Einbringsituationen mit BIM

Gerade bei größeren TGA-Komponenten wie Pufferspeichern, Lüftungsgeräten oder Wärmeerzeugern stellt sich in vielen Projekten frühzeitig eine wichtige Frage:
👉 Wie erfolgt die spätere Einbringung der Bauteile?

Besonders im Bestand oder in engen Technikzentralen können Türen, Treppenhäuser, Schächte oder niedrige Raumhöhen schnell zu kritischen Engstellen werden. Werden solche Probleme erst auf der Baustelle erkannt, führt das häufig zu zusätzlichem Aufwand, Verzögerungen oder kurzfristigen Umplanungen.

Um Einbringsituationen bereits in der Planung realitätsnah prüfen zu können, lassen sich in Autodesk Navisworks entsprechende Simulationen und Animationen erstellen.

Grundlage: Architekturmodell und TGA-Bauteile

Für die Prüfung wird zunächst ein NWC-Modell aus dem Architekturmodell erzeugt. Zusätzlich werden die relevanten HLS-/TGA-Bauteile separat exportiert – beispielsweise Pufferspeicher oder größere Anlagentechnik.

In vielen Projekten reicht es dabei aus, nur das größte Bauteil einer Technikzentrale zu prüfen, um mögliche Engstellen frühzeitig zu identifizieren. Zusätzlich können relevante Komponenten bereits in Revit über Parameter wie „Einbringung Ja/Nein“ gefiltert und gezielt ausgewertet werden.

Animation und Kollisionsprüfung in Navisworks

Die Bewegung der Geräte wird anschließend manuell in Navisworks aufgebaut und mithilfe des Animator-Tools als Einbringungsanimation dargestellt. Dadurch lässt sich der komplette Weg des Bauteils durch das Gebäude simulieren und visuell nachvollziehen.

Ein großer Vorteil dabei:
Mögliche Kollisionen oder kritische Bereiche werden bereits frühzeitig sichtbar und können direkt geprüft werden. Issues lassen sich anschließend beispielsweise über Autodesk Construction Cloud strukturiert an die beteiligten Gewerke weitergeben.

Gerade bei komplexen Bestandsprojekten oder beengten Technikzentralen kann eine solche digitale Einbringungsprüfung die Planungssicherheit deutlich erhöhen und spätere Überraschungen auf der Baustelle vermeiden.

Fernando Lalk
BIM Koordinator TGA